Gesundheit

Ein Wort mit vielen Facetten, das jeder kennt und jeder für sich persönlich anders definiert.
Was allerdings für jeden von uns gilt:

Bewegung ist für die Gesundheit unverzichtbar!

 

Regelmäßige Bewegung ist für alle Körperfunktionen extrem wichtig und beeinflusst die Gesundheit enorm. Der Körper benötigt immer wieder einen „gesunden Schwung“, damit er nicht „einrostet“. Leider führen immer mehr Menschen einen unbewegten Lebensstil. Durch die vielen Stunden, die täglich im Sitzen verbracht werden, wird die Gesundheit zunehmend negativ beeinflusst. Zudem sind viele Menschen von einer stark einseitigen Belastung am Arbeitsplatz betroffen.

Betroffen sind vor allem Berufstätige, die ausschließlich oder vornehmlich im Büro und am Schreibtisch arbeiten. In der Bewegungsstudie der Techniker Krankenkasse (TK) 2016 gaben 41 Prozent der Befragten an, dass ihr Arbeitsalltag kaum Bewegungspausen zulässt und durch eine Studie fanden Froböse und Wallmann-Sperlich 2016 heraus, dass Schreibtischarbeiter gegenüber Nicht-Schreibtischarbeitern im Durchschnitt nochmals 4,5 Stunden pro Tag länger sitzen.

Zudem wurde eine Statista-Umfrage im Januar 2017 durchgeführt. Es wurden 807 Leute ab 18 Jahren, die in Deutschland wohnen danach gefragt, was ihrer Meinung nach ihre Rückenschmerzen verursacht.

Insgesamt gaben 34 Prozent an, dass ihre Rückenschmerzen von zu viel Sitzen am Schreibtisch bei der Arbeit herrühren. Der zweitstärkste gewählte Punkt war zu wenig Sport und damit verbunden zu schwache Muskulatur.

Rückenschmerzen sind nur ein Symptom unter vielen, welche überwiegend durch zu viel Sitzen hervorgerufen oder verstärkt werden.

Generell leiden die Muskeln und Haltung unter ständigem Sitzen auf dem Stuhl. Das Problem ist somit vorprogrammiert. Muskeln, die der Körper nicht benötigt, baut er ab. Die Folge bei Vielsitzern, welche nicht für Ausgleich sorgen, ist eine Verkümmerung der Bein-, Rücken-, Arm- und Schultermuskulatur. Außerdem können auch eine falsche Haltung und besagte einseitige Belastungen zu Problemen führen. Ein nach vorne geneigter Kopf und verkrampfte Schultern bei der Bildschirmarbeit belasten die Muskulatur unnatürlich und führen meist zu Schmerzen im Schulter- und Nackenbereich. Im anfänglichen Stadium sprechen Mediziner noch von einer Haltungsschwäche der betroffenen Körperregion. Eine solche Schwäche wird meist schnell zum irreversiblen Haltungsschaden. Soweit sollte es jedoch gar nicht erst kommen.

Eine Analyse der Krankschreibungen unter TK-Versicherten zeigte des Weiteren, dass 36 Prozent der Fehlzeiten in Deutschlands Betrieben auf Beschwerden des Bewegungsapparates, die sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen, zurückgehen.

Allerdings ist die Liste der Folgebeschwerden um einiges länger und wiederum gilt Bewegungsmangel als ein wichtiger Mitauslöser. Stoffwechsel- und Herz-Kreislauferkrankungen, Venenschwächen oder die Schwellung der Beine sind weitere Beispiele der Folgen, die dauerhaft zu langes Sitzen nach sich zieht.

Von einer betrieblichen Gesundheitsförderung profitiert nicht nur der Arbeitnehmer, sondern genauso der Arbeitgeber. Denn durch die Reduzierung der körperlichen Belastung am Arbeitsplatz sowie die Stärkung der persönlichen Ressourcen der Beschäftigten, wird die Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig gesteigert.